Mini-Tag 2001

Oktober 2, 2001 @ Schreib den ersten Kommentar!

Ministrantentag wurde zum Jahrmarkt: Spiel, Sport, Musik und bunte Luftballons Ministranten des Dekanats Aschaffenburg-Stadt lernten sich auf Grauberg kennen

Aschaffenburg. 274 Ministranten aus 12 Pfarreien nahmen am diesjährigen Ministrantentag des Dekanats Aschaffenburg-Stadt teil. Die Aschaffenburger Oberministrantenrunde hatte sich für ihre größte Aktion im Jahr ein neues Konzept überlegt und gestaltete für die Ministranten einen bunten Jahrmarkt, so dass die Kinder frei auswählen konnten, was sie erleben wollen. Der Ministrantentag soll den Ministranten die Möglichkeit geben, andere Pfarreien kennenzulernen. Deshalb stellte sich jede Pfarrei zu Beginn des Ministrantentags kurz vor. Aber damit nicht genug: Die Kinder und Jugendlichen hatten noch eine Gemeinschaftsaufgabe zu lösen, zum Beispiel einen gordischen Knoten. Die Stände des Jahrmarkts, wobei jeder Stand von einer Pfarrei organisiert war, boten den Kindern ein wirklich buntes Programm. Die sportlich Begeisterten konnten sich am Sportstand austoben und wurden für ihre Leistung mit Urkunden belohnt. Musikalisch Interessierte konnten Musikinstrumente basteln. Es entstanden Kastagnetten, Rasseln und Bambusflöten. An anderen Ständen konnten Perlentierchen, Schlüsselanhänger und Armbänder gefertigt werden. Für diejenigen, die kreativen Körpereinsatz zeigen wollten, gab es die Möglichkeit Specksteine zu bearbeiten. Manche Eltern mögen verwundert gewesen sein, als sie ihre Sprößlinge abends mit rosa gefärbten Spitzen, blauen und roten Strähnen im Gottesdienst erblickten. Das Haarefärben fand starken Zuspruch, wie man an den Köpfen der Ministranten ablesen konnte. Im abschließenden Gottesdienst kam das Altartuch zum Einsatz, das am Vormittag gestaltet worden war. Game-Show und Geländespiel Am Nachmittag bei der Game-Show schallte die Begeisterung und gute Stimmung über den ganzen Grauberg. Ein Vertreter aus jeder Pfarrei hatte sich gegen seine elf Kollegen aus anderen Pfarreien des Dekanats spielerisch beim Luftballon- Tierchen-Nachformen, Gotteslob-Aufschlagen und pantomimischen Begriffe-Raten zu behaupten. Aufgelockert wurde die Show durch Mitmach-Aktionen füralle, bei denen einige Oberministranten ihr ganzes Können in punkto Animation unter Beweis stellten. Zum Abschluss wurde nochmals daseigens für den Ministrantentag gedichtete Lied gesungen. Während des Geländespiels durch Schweinheim hatten die Ministranten dann die Aufgabe, möglichst viele bunte Karten von einem Lager in ein anderes zu transportieren. Der abschließende Gottesdienst in Maria-Geburt begann mit einem eindrucksvollen Bild: Die Ministranten hatten sich in vier verschiedene Gruppen aufgeteilt und passende Gewänder in den Farben Rot, Grün, Schwarz und Violett angezogen. Zu dem Lied »Oh when the saints« zogen die 274 Ministranten durch vier verschiedene Eingänge in die Kirche ein und platzierten sich im Hauptschiff, in vier Quadraten eingeteilt nach Farben. Diese Trennung der Farben war für alle nach dem bunten Treiben des Tages verwunderlich, aber auch schnell einleuchtend, denn statt einer Lesung wurde die Geschichte des Viertellandes, dessen Bewohner sich streng nachihren Farben abgrenzen, erzählt. Und auch hier waren die Ministranten wieder zum Mitmachen aufgerufen: Die Farbtrennung wurde durch das gemeinsame Spiel mit den bunten Luftballons symbolisch aufgehoben. So war die Botschaft der Geschichte leicht vermittelt: »Laßt euch von niemanden einengen, betreibt keine Abgrenzung, denn ein buntes Leben lebt sich leichter.« Der Gottesdienst kam einem sprühenden Feuerwerk gleich, wozu auch der Zusammenschluss der Bands aus Herz-Jesu, St. Kilian und St. Laurentius beitrug. Bunte Luftballons fielen auf die Ministranten und damit endeten der Gottesdienst und der Ministrantentag, der sein Motto »Villa Kunterbunt – Minis für einen bunten Glauben« eindrucksvoll umgesetzt hat.

Artikel des Main Echos vom 29.09.2001

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